Wassermühlen gibt es seit dem Mittelalter in und um Leipzig. Sie waren sowohl als Getreidemühlen in Betrieb, wurden aber auch als Antrieb für handwerkliche Gewerke gebaut und genutzt.

 

Mühlgräben mit Wehren führten das Wasser von Pleiße und Weißer Elster an die Mühlen heran. In der Pleißenaue legten die Rittergüter Dölitz, Lößnig und Connewitz zwischen 1200 und 1250 gemeinsam einen Mühlgraben für den Betrieb ihrer Wassermühlen an. Die erste urkundliche Erwähnung der Dölitzer Wassermühle datiert aus dem Jahre 1540.

 

Nach dem Erwerb des Ritterguts Dölitz nahm Georg Winckler 1646 die Erneuerung der Wassermühle vor. Im Jahr 1814 musste sie von Grund auf neugebaut werden, weil sie im Jahr zuvor, während der Völkerschlacht bei Leipzig bis auf die Grundmauern abbrannte. Im Gegensatz zu den vielen anderen Leipziger Mühlen war sie mit Unterbrechungen bis 1974 in Betrieb.
Sie ist heute die einzig erhaltene Wassermühle der Stadt Leipzig und steht mit der teilweise erhaltenen historischen Mühlentechnik unter Denkmalsschutz.

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