Der im Guggenheim-Stil in den 1990 Jahren errichtete Parkneubau ist seit August 2013 Anziehungspunkt für Fototechnikinteressente und Freunde weltweiter Fotokunst. Kameras und Fotoequipment zeichnen die Entwicklung der Fotografie in Deutschland, vorangetrieben durch die sächsische Fotoindustrie, nach. Zahlreiche historisch und künstlerisch wertvolle Fotografien sind Teil der Dauerausstellung, darüber hinaus lädt das Museum regelmäßig zu Sonderschauen ein.

 

Öffnungszeiten: Di - So: 13 – 18 Uhr
Sonderöffnungszeiten zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel
Raschwitzer Straße 11b, 04416 Markkleeberg, Tel. 0341 6515711
E-Mail: kontakt@fotomuseum.eu
Internet:www.fotomuseum.eu

 

Das Weiße Haus im agra-Park ist ein vielbesuchter Kulturort. Das ganzjährige Veranstaltungsprogramm enthält klassische Konzerte im vergoldeten Spiegelsaal, Musikreihen, kultur- und erdgeschichtliche Vortragsreihen im Parksalon sowie die beliebten Terrassenkonzerte. Die Galerieräume im ersten Obergeschoss des Weißen Hauses laden Kunstinteressierte viermal jährlich zur Begegnung mit Künstlern – vorwiegend Vertretern der Leipziger Schule - und zur Auseinandersetzung mit ihren Werken ein.

 

Ausstellung im Weißen Haus Markkleeberg (1.OG)
Betreiber: Stadtverwaltung Markkleeberg, Amt für Kultur und Tourismus

 

Öffnungszeiten: Di – Do: 10 – 17 Uhr, Eintritt frei
an Feiertagen und zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel geschlossen
Raschwitzer Straße 13, 04416 Markkleeberg, Tel. 0341 3541410
Internet: www.markkleeberg.de, Ticketlink: www.kalender.markkleeberg.de

 

Am Rande des agra-Parks steht die einzige noch erhaltene historische Wassermühle der Stadt Leipzig. Die Mühle brannte während der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 aus und wurde 1814 wieder aufgebaut. Die Dölitzer Wassermühle verfügt noch heute über teilweise erhaltene Mühlentechnik. Die historische Wasserkraftanlage konnte wieder aktiviert werden. Ziel des ansässigen Vereins ist der Aufbau eines Mühlenmuseums mit Schaumahlgang. Er betreibt den stetigen Ausbau des sehenswerten Geländes, offeriert Mühlenführungen und Umweltbildungsprogramme.

 

Grün-Alternatives Zentrum Leipzig e.V.
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 8 – 15 Uhr
Vollhardtstraße 16, 04279 Leipzig, Tel. 0341 3389353
Internet: www.doelitzer-wassermuehle.de

 

Das Torhaus ist der einzig erhaltene Teil der ehemaligen Dölitzer Schlossanlage und beherbergt sehenswerte Zinnfigurendioramen. Episoden der Weltgeschichte darstellend sind sie sowohl für geschichtlich als auch handwerklich Interessierte ein besonderes Besucherziel. Viele Dioramen thematisieren die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 und stellen damit einen direkten Bezug zum Umfeld her, denn Schloss und Dorf waren eines der vielen Kampfplätze der verheerenden Schlacht.
Das Zinnfigurenmuseum konzipierte 2017 Teile der Dauerausstellung völlig neu. Zwei Räume widmen sich nun Aspekten der Geschichte Leipzigs sowie des ehemaligen Dorfes Dölitz, heute ein Leipziger Stadtteil.

 

Öffnungszeiten
Mi, Sa, So und an Feiertagen 10 – 17 Uhr
In allen Schulferien in Sachsen ist das Museum zusätzlich Do und Fr 10 – 17 Uhr geöffnet.
letzter Einlass: 16 Uhr

 

Helenenstraße 24, 04279 Leipzig, Tel. 0341 3389107
Internet: www.torhaus-doelitz.eu und www.zinnfigurenfreunde-leipzig.de
Für individuelle Veranstaltungen stehen auf dem Gelände des Torhauses Dölitz Räume zur Verfügung.

 

Wissenswertes zum Torhaus Dölitz

Durch die Ausdehnung des historischen Herfurthschen Parks bis an die ehemaligen Gärten des Dölitzer Schlosses, gelten Bauten aus der dörflichen Vergangenheit des Leipziger Stadtteils – wie die Wassermühle Dölitz und das Torhaus Dölitz – heute als Teile des agra-Parks.

Das Torhaus Dölitz mit dem markanten Zugang über die Mühlpleiße ist das letzte verbliebene Zeugnis des einstigen Dölitzer Schlosses. Während des zweiten Weltkrieges 1944 schwer beschädigt, wurde das Hauptgebäude des Schlosses 1947 gesprengt und abgetragen. Auch die einst neben dem Torhaus gelegene Rittergutsscheune wurde 1953 durch einen Band völlig zerstört. Am Torhaus Dölitz sind die typischen Stilelemente der sächsischen Spätrenaissance noch ablesbar. Als die einflussreiche Leipziger Kaufmannsfamilie von Winckler das Rittergut 1639 erwarb, ließ sie es zum repräsentativen Renaissanceschloss umbauen. Fast 300 Jahre befand sich das Schloss im Familienbesitz derer von Winckler. Heute beherbergt das Torhaus Dölitz das Leipziger Zinnfigurenmuseum.

Das historische Dölitz lässt sich rund um die am Torhaus Dölitz verlaufende Helenenstraße erahnen. Wer will, kann dem Verlauf der Mühlpleiße bis in das Connewitzer Holz und dem Leipziger Wildpark folgen. Und auch ein Spaziergang zum nahegelegenen Erholungspark Lößnig-Dölitz mit seinen Teichen, Spielflächen, dem Waldaboretum und dem einzig erhaltenen Tiefbauschacht in Leipzig ist zu empfehlen.

 

Das historische Ensemble an der Peripherie des agra-Parks ist als authentischer Schlachtort während der Völkerschlacht im Oktober 1813 Teil des Museumsnetzwerks 1813. Hauptanziehungspunkt der Ausstellung ist das 26 m2 große Diorama zur Schlacht bei Wachau. Weitere Themen der kleinen Museumsstuben sind die Baugeschichte der Anlage, die Geschichte der benachbarten Auenkirche und des Dorfes Markkleeberg sowie die bäuerliche Lebensweise im Wandel der Zeit.

 

Torhaus Markkleeberg
Öffnungszeiten: Mo, Fr: 9 – 12 Uhr und nach Absprache
Kirchstraße 40, 04416 Markkleeberg, Tel. 0341 3385776
Internet: www.torhaus-markkleeberg.de

 

Wissenswertes zum Torhaus und Schloss Markkleeberg

Auch in Markkleeberg-Ost schmiegt sich mit dem Schloss und Torhaus Markkleeberg (Museum) und der Auenkirche ein sehenswertes historisches Ensemble an den agra-Park. Unmittelbar hinter dem Gelände des Kinder- und Jugendbiwaks 1813 beginnt die Parkanlage des Schlosses, ein Geheimtipp für alle Rhododendronfreunde.

Bis 1350 befand sich Markkleeberg, vermutlich mit einer Wasserburg, im Besitz derer "von Cleberg". Nachfolgend sind viele Eigentümer des Ritterguts bekannt. In der Zeit der Völkerschlacht war F. W. Heinrich von Funcke Besitzer. Als letzter Eigentümer kaufte Dr. Paul Hoppe 1933 das Rittergut von der Familie von der Crone. Nach der Bodenreform wurde das Gelände zum Versuchsgut der Universität Leipzig. Das Torhaus wurde Neubauernstelle, im Herrenhaus richtete man ein Kinderkrankenhaus und später ein Alten- und Pflegeheim ein. 1996 begann der Förderverein "Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813" e. V. mit der Rekonstruktion des im gleichen Jahr privatisierten Hauses und eröffnete 1998 das Museum.

Im heutigen Markkleeberg-Ost bilden die Bauerngehöfte in der Krobitzsch- und Kirchstraße, Villen vom Beginn des letzten Jahrhunderts und moderne Wohnanlagen einen angenehmen architektonischen Gesamteindruck.

Wer den Spaziergang über die Auenwiesen und die Seenallee bis zur ehemaligen Stadtmühle ausdehnt, dem eröffnet sich nach wenigen Schritten am Ufer des Markkleeberger Sees die Atmosphäre des Leipziger Neuseenlands.